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Der Herstellungsvorgang ist so individuell wie die Unikate, die am Ende stehen. Für seine in traditioneller Glasbläserkunst handgefertigten Spiegel suchte das Berliner Design-Label Analog Glass einen Beschichter zum Aufbringen der Spiegelschicht. Die Bte Bedampfungstechnik GmbH stellte sich der Aufgabe, die im Handling gar nicht so einfach war.
Hergestellt werden die Spiegel von der Glashütte Lamberts in Waldsassen als mundgeblasenes Flachglas und danach von den Hein Derix Werkstätten für Glasmalerei und Mosaik weiterverarbeitet. Das Glas weist im Vergleich zu konventionellem Fensterglas typische Unregelmäßigkeiten wie kleine Lufteinschlüsse, aber auch unregelmäßige Ränder und Spuren der Werkzeuge auf. Diese Besonderheiten der handwerklichen Produktion machen die Stücke zu Unikaten. Anfangs wurde das Material der Spiegel-Serie „INITÏ“ zunächst partiell mit Silber beschichtet und anschließend mit Lack überzogen.
Stattdessen werden die Gläser nun bei BTE mit einer Spiegelschicht versehen, wahlweise partiell oder mit einer Vollverspiegelung. Das Handling der großen Gläser ist dabei auch für das optische Beschichtungsunternehmen Neuland, nicht wegen der Größe, wohl aber wegen der unkonventionellen Abdeckung der partiell verspiegelten Flächen. „Die Designerin Birgitta Homburger legt fest, wo und wie auf dem Glas die Spiegelfläche verlaufen soll“, so Vertriebsleiter Johannes Steup. „Es gibt eine klare Trennlinie zwischen dem farbigen Teil des fertigen Objekts und der Spiegelfläche. Die nicht zu beschichtende Fläche muss exakt abgeschirmt werden: Eine Aufgabe, die uns erst vor Herausforderungen gestellt hat.“
Gleichzeitig musste gesichert werden, dass die unterschiedlich geformten Gläser auch in die Aufnahmen der Vakuumbeschichtungsanlagen passen. Es wurde ein Standard für eine komplexe Aufgabe in kleiner Losgröße geschaffen. Das Vorgehen der Verspiegelung wurde mit dem Designer Philipp Weber von Analog Glass im Detail abgestimmt und betreut. Das genaue Eingehen auf die Kundenanforderungen unterstützt dabei, den individuellen Charakter der Spiegel-Serie zu erhalten. Die charakteristische wellige Struktur und kleine Unvollkommenheiten wie Blasenbildung der mundgeblasenen Gläser bleiben erhalten und setzen sie deutlich von konventionellen, glatten Spiegeln ab. Diese subtilen Merkmale des Glasmachens verleihen den Spiegeln ihren charakteristischen Charme und schaffen ein faszinierendes, harmonisches Spiel aus Licht und Reflexion.
Das Erhalten des individuellen Charakters war für Analog Glass eine Grundvoraussetzung der Zusammenarbeit: Die Oberfläche der Unikate durfte nicht zu stark verändert werden. Gerade Kanten und plane Flächen waren, anders als im Tagesgeschäft bei der optischen Beschichtung üblich, ausdrücklich nicht erwünscht. Gegenüber der früheren Lösung mit partieller Versilberung und Lack ist die Spiegelung mit der in Vakuumbeschichtung aufgebrachten Aluminiumschicht homogener. Die Reflektion ist besser und auch die Abdeckung nicht zu beschichtender Bereiche funktioniert sehr gut. So behalten die künstlerischen Objekte ihren gewünschten Charakter – und begeistern selbst Kunden in Australien. Die gesamte Spiegel-Serie „INITÏ“ ist im Studio von Analog Glass in Berlin sowie bei internationalen, auf Design spezialisierten Galerien ausgestellt. Die Spiegel sind derzeit erhältlich als vollverspiegelt oder partiell verspiegelt gepaart mit Blau, Gelb, Lila oder Rosé/Klar.
Derzeit gibt es schon Ideen zur weiteren Entwicklung im Bestreben, den jetzigen Standard noch individueller auf Kundenwünsche anzupassen. Analog Glass und Bte Bedampfungstechnik arbeiten an einer Aluminiumschicht mit wärmeren Tönen und einem abgeschwächten „Blaustich“ und stellen so wieder unter Beweis, dass bei der Zusammenarbeit „Hand in Hand“ die besten Lösungen entstehen.
Photography: © Robert Świerczyński
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